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Jahreshauptversammlung 2018

Veröffentlicht von J. A. am 29.03.2018

Rekordjahr für Wilsteraner Wehr

So viele Einsätze wie nie zuvor / Wehrführer macht sich über Tagesverfügbarkeit größte Sorgen

Aus www.shz.de: Wilster Nicht nur bei der Feuerwehr Wilster schrillen immer häufiger die Alarmglocken: Weil im unmittelbaren Einzugsbereich zumindest tagsüber immer weniger Helfer zur Verfügung stehen, nutzte Wehrführer Ralf Theede die Jahresversammlung zu einem Weckruf. „Die Sirenen sind auch ein klares Zeichen an die Politik“, wies er auf den Umstand hin, dass im Ernstfall seit einigen Monaten im Stadtgebiet die Helfer per Heulton zum Gerätehaus gerufen werden. Den Handlungsbedarf machte Theede schnell deutlich: „Es gibt Tage, da sind gerade noch sieben Aktive in der Stadt – zwei sind Rentner, eine im Mutterschutz, drei sind Selbstständige, die auch nicht immer gleich los können, und einer ist Angestellter. Sein Fazit: „Hier brauchen wir mittelfristig dringend Lösungen.“ Was Jürgen Schröder als stellvertretender Amtswehrführer nur bekräftigen konnte: „Auch in den Gemeinden wird die Tagesverfügbarkeit immer weniger.“ Er sagte Unterstützung der Dorfwehren zu.

Ansonsten zog Ralf Theede vor 44 der insgesamt jetzt 61 Aktiven und vor zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen eine Abordnung der Partnerwehr Fürstenberg, eine überaus positive Bilanz. Und eine rekordverdächtige dazu. So sei der Personalbestand bei den Aktiven erstmals in der Geschichte der mit einem Durchschnittsalter von 38,2 Jahren recht jungen Wehr auf über 60 angestiegen. Und von 36 Atemschutzgeräteträgern meldete er 33 einsatzbereit. Mit 87 Einsätzen im vergangenen Jahr gab es allerdings auch einen neuen Höchststand. Rekordhalter dabei ist Stefan Beyer, der allein bei 48 Einsätzen präsent war. Bislang unerreichte Regionen erklomm die Wehr auch bei der Fahrzeugbeschaffung. Mit 615 000 Euro war die Drehleiter das bislang mit Abstand teuerste Gerät.

Und noch ein Spitzenergebnis gibt es: Erstmals verkaufte die Feuerwehr für ihr Oktoberfest mehr als 1000 Karten. Komplett wird die Rekordbilanz im Jahr 2020. Dann feiert die Wehr Wilster als älteste im Kreisgebiet ihr 150-jähriges Bestehen. Die Planungen laufen schon an.

Herausragendes Ereignis im vergangenen Jahr sei die Anschaffung der neuen, vom Gesetzgeber geforderten, Drehleiter gewesen. Theede erinnerte noch einmal an die unzähligen Stunden, die insgesamt 16 Helfer in Abholung und Ausbildung gesteckt hätten – und das alles ohne Kosten für die Stadt. Dafür gab es auch von Bürgermeister Walter Schulz Lob und Anerkennung: „Hier wird sehr viel Freizeit geopfert.“

Regularien waren dann zügig abgehandelt. Die gute Kassenlage fand ebenso Zustimmung wie Miriam Kröger als neue Schriftführerin. Sie löst nach 24 Jahren Andreas Richeling ab, der für seinen Einsatz mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber belohnt wurde. Sogar die selten verliehene Auszeichnung in Gold heftete Frank Lobitz als neuer Kreisbrandmeister Reinhard Bunge für dessen jahrzehntelangen und unermüdlichen Einsatz auf vielen Ebenen der Wilsteraner Feuerwehr an die Brust. Die nächste große Herausforderung ist für alle nun der Bau einer neuen Feuerwache.

Volker Mehmel

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