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Unterstützung für First Responder der Feuerwehr

Veröffentlicht von Administrator am 15.01.2021

Aus www.shz.de: Top motiviert und ausgebildet – das sind die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Wilster. Feuerwehrleute, die als qualifizierte Ersthelfer die Zeit überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Patientenversorgung übernimmt. Ihr Einsatz hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 schon hundertfach bewährt und wird in der Wilsteraner Bevölkerung hoch geschätzt. Das zeigte sich nicht zuletzt Anfang 2020 als es durch großzügige Spenden  möglich wurde, zusätzliche Feuerwehrleute als First Responder auszubilden, wie Wehrführer Ralf Theede berichtet.

28 Mitglieder zählt die Einheit, die sich darüber hinaus auch aufgrund der hohen Spendenbereitschaft gerade über weitere besondere Ausrüstung freuen konnte: zwei neue Notfallrucksäcke für den professionellen Einsatz und eine Reanimationspuppe mit Laptop, die realitätsnah auf die notwendigen Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen vorbereitet.

Erste Minuten oft entscheidend

First Responder sind erstreagierende oder -eintreffende, qualifizierte Helfer als zusätzliches Glied in der Rettungskette zwischen der Laienhilfe und dem qualifizierten Rettungsdienst. In vielen Notfällen sind gerade die Wiederbelebungsmaßnahmen mit dem Defibrillator in den ersten Minuten entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf. Darum habe der schnelle Einsatz durch die First Responder einen so hohen Stellenwert, sagt Ausbilder Joris Thießen.

Die professionellen Rucksäcke seien solche wie sie auch im Rettungsdienst verwendet würden. Ihre Anschaffung sowie die Ausbildung weiterer sieben First Responder wurde nach einem Spendenaufruf vor etwa einem Jahr möglich. Rund 3000 Euro kamen danach zusammen.

Sabine Maaß, Organisationsleiterin der Einheit, betont, dass die First Responder keinesfalls als Konkurrenz zum Rettungsdienst betrachtet werden, sondern als eine sinnvolle Ergänzung. Das hätten die vergangenen Einsätze gezeigt – und dabei sei es auch gelungen, Leben zu retten. Gut die Hälfte der 28 First Responder sind übrigens auch hauptberuflich als Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten und -sanitäter beim Rettungsdienst oder in einer Berufsfeuerwehr beschäftigt.

Gestartet waren die Wilsteraner vor acht Jahren mit zehn First Respondern, zunächst um die eigenen Feuerwehrleute bei Einsätzen abzusichern. Das Itzehoer Lehrinstitut für Rettungsmedizin unter der Leitung von Jan-Hendrik Schneider übernahm die Ausbildung der Feuerwehrleute schon damals. Das Aufgabenfeld habe sich seitdem stark erweitert, die Fortbildungen der Neuzugänge bei den First Respondern werden ebenfalls dort wahrgenommen.

Einsätze in Wilster und der Wilstermarsch

„Wir werden bei lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen in Wilster und der gesamten Wilstermarsch alarmiert, wenn die Chance besteht, dass wir möglicherweise schneller beim Patienten sein können als der Rettungsdienst“, erklärt Sabine Maaß. Bei den Übungsdiensten werde darauf geachtet, möglichst realitätsnah zu trainieren. Das mache nun die Reanimations-Puppe perfekt möglich, auf deren Anschaffung Jan-Hendrik Schneider Wehrführer Ralf Theede aufmerksam gemacht hatte. rg

Neues Equipment macht den Einsatz noch professioneller: (v. l.) Joris Thießen, Jan-Hendrik Schneider, Sabine Maaß und Björn Kröger präsentieren neue Notfallrucksäcke sowie  die Reanimationspuppe mit Laptop (Foto entstand vor den verschärften Regeln des Lockdowns). Ilke Rosenburg

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