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Feuerwehren helfen Kameraden in Afrika

Veröffentlicht von J. A. am 16.05.2018

Aus www.shz.de: Itzehoer sammelt ausgemusterte Ausrüstung ein und reist damit nach Tansania für den Aufbau des Löschwesens.

Im Juni reist Hartmut Thalmann zum schon achten Mal nach Tansania. Im Gepäck hat der Itzehoer Berge von Feuerwehrutensilien, die parallel per Container nach Dar-es-Salam geliefert werden. Darunter auch ausgemusterte Helme, Stiefel und Handschuhe, die er jetzt bei der Wilsteraner Feuerwehr einsammelte. Wie dringend die Sachen bei den tansanischen Brandbekämpfern gebraucht werden, machen Thalmann und der Wilsteraner Wehrführer Ralf Theede an diesen Zahlen deutlich: Dar-es-Salam hat mit seinen aktuell rund 5,5 Millionen Einwohnern gerade mal drei Feuerwachen und drei Löschfahrzeuge. Allein die Stadt Wilster ist mit ihren nur rund 4500 Einwohnern mit sechs Einsatzfahrzeugen ausgestattet.

Seit 2010 gibt es eine Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Dar-es-Salam, was übersetzt übrigens „Haus des Friedens“ bedeutet. Thalmann und Theede kennen sich schon länger. Der Itzehoer war 33 Jahre lang hauptberuflicher Feuerwehrmann in der Hansestadt, wo der Wilsteraner noch immer aktiv ist.

„Wir sammeln alles ein, was abgängig ist“, hat Thalmann sich den Aufbau eines wenigstens in Ansätzen funktionierenden Feuerwehrwesens (auf Suaheli: Zimamoto) in der tansanischen Metropole zur Lebensaufgabe gemacht. In den vergangenen Wochen ist er dabei unter anderem auch bei den Feuerwehren in Glückstadt, Huje, Heiligenstedtenerkamp und Ottenbüttel fündig geworden. „Helme, Stiefel, aber auch Funkgeräte – in Tansania kann man alles gebrauchen.“ Meist sind die Sachen noch in gutem Zustand und müssen nur deshalb ersetzt werden, weil sie aktuellen deutschen Vorschriften nicht mehr entsprechen. In Dar-es-Salam, so berichtet Thalmann, gebe es neben den staatlichen auch noch private Feuerwehren. Die rücken aber nur gegen Rechnung aus. „Die Feuerleute dort fahren in Flip Flops zum Einsatz“, freut sich Ralf Theede mit seinen Leuten, dass sie wenigstens einen kleinen Beitrag vor allem auch zum Schutz ihrer afrikanischen Kameraden leisten können. Und Hartmut Thalmann freut sich über die Hilfsbereitschaft von allen Seiten: „Die Kieler Berufsfeuerwehr hat uns sogar ihre gesamte alte Einsatzkleidung mitgegeben.“

Thalmann engagiert sich darüberhinaus auch bei einem Projekt des Regionalen Bildungszentrums in Itzehoe, bei dem Schüler in Tansania Hilfe zur Selbsthilfe beim Aufbau einer Grundschule leisten.

Kontakt: hartmutthalmann(at)gmx(dot)de

Itzehoer sammelt ausgemusterte Ausrüstung ein und reist damit nach Tansania für den Aufbau des Löschwesens. – Quelle: https://www.shz.de/19853946 ©2018
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